Im folgenden finden Sie einige Hintergrundinformationen zum Akkordeon:

- Zur Geschichte und Einordnung des Akkordeons
- Die Teile des Akkordeons und ihre Funktion
- Musik für das Akkordeon
- Das Akkordeonorchester
- Fotos

Zur Geschichte und Einordnung des Akkordeons

Das Akkordeon gehört zur Gruppe der Handharmonikainstrumente, die ihre Töne durch freischwingende, durchschlagende Zungen erzeugen. Diese Art Klänge zu gestalten war schon ca. 2700 v.Chr. in China bekannt und in einer chinesischen Mundorgel, dem "Sheng", verwirklicht. Das Akkordeon als solches wurde 1829 von Cyrillus Demian unter dem Namen "Accordion" patentiert.

Heute lassen sich zwei Typen der Handharmonikas unterscheiden:
- die diatonische, wechseltönige Harmonika läßt sich nur in bestimmten, eingebauten Tonarten spielen; auf Zug- und Druckbewegung des Balges erklingen verschiedene Töne;

- das chromatische, gleichtönige Akkordeon ermöglicht ein Spiel in allen Tonarten; auf Zug und Druck erklingt der gleiche Ton. Das Akkordeon erscheint in zwei verschiedenen Bautypen, dem ursprünglicheren Knopfgriffinstrument und dem später konstruierten Pianoakkordeon.

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Die Teile des Akkordeons und ihre Funktion

Ein Akkordeon besteht aus einer Melodieseite - auch Diskant genannt -, einem Faltenbalg und einer Baßseite mit Knöpfen.

Der Diskant wird meist zum Spielen von Melodien genutzt und ist je nach Bautyp ebenfalls mit Knöpfen oder aber mit einer Pianotastatur versehen. Am Diskant des Akkordeons sind Schulterriemen und eine Registertastenleiste angebracht, über die verschiedene Klangfarben und Tonhöhen geschaltet werden können. Hinter dem Diskantverdeck befinden sich im Inneren des Instruments die Stimmstöcke, die die tonerzeugenden Stimmzungen enthalten.

Der Balg erzeugt den Spielwind und verbindet die Melodie- mit der Baßseite.

Zur Begleitung der rechts gespielten Melodien dient die Baßseite. Sie enthält hinter dem Verdeck eine komplizierte Mechanik von gekoppelten Tönen, das sogenannte Baßwerk. Es ermöglicht, daß durch nur einen Knopfdruck ein Akkord, also mehrere Töne gleichzeitig erzeugt werden können. Dies ist typisch für das Akkordeon und hat zu seinem Namen geführt.
Die höherwertigen, künstlerischen Instrumente besitzen neben dem Baßwerk links ein zusätzliches Einzeltonbaßmanual. Dies läßt ein mehrstimmiges Spiel zu, wie es z.B. die Werke der Klavier- und Orgelliteratur erfordern.

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Musik für das Akkordeon

Das Akkordeon ist ein verbreitetes Instrument, mit dem ein Spieler je nach seiner musikalischen Ausbildung und Fingerfertigkeit von der Elementarstufe bis zur Kunststufe musizieren kann.

Es kann zunächst daheim im stillen Kämmerlein für sich allein genutzt werden. Ganz besonders aber bietet es sich zum Musizieren in der Gemeinschaft anderer Spieler an. Die zahlreichen im DHV (Deutscher Harmonika-Verband) organisierten Akkordeonorchester sprechen für die Beliebtheit des Instrumentes.

Dies ist nicht zuletzt auf das vorhandene Notenmaterial zurückzuführen, das nahezu alle Musikrichtungen abdeckt und allen Spieler-Generationen etwas zu bieten vermag.

Sowohl für das Soloakkordeon als auch für das Akkordeonorchester steht ein stattliches Repertoire an Bearbeitungen aus allen Musikrichtungen (z.B. aus Barock, Klassik, Romantik, ..... bis hin zu Volksmusik, Evergreens, Musicals, Filmmusik, Popmusik usw.) zur Verfügung.

Daneben gibt es einen umfangreichen Bestand an moderner Originalliteratur mit künstlerischem Anspruch, der speziell für das Akkordeon komponiert wurde und dessen Spielmöglichkeiten besonders berücksichtigt.

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Das Akkordeonorchester

Im Akkordeonorchester wird das Instrument nur mit der Melodieseite gespielt. Die Baßfunktion haben hier spezielle Baßorgeln - das sind tief gestimmte, oft elektronisch verstärkte Akkordeons mit nur einer Pianotastatur.
Die Akkordeons werden im Orchester zu vier Hauptstimmen und einer Baßstimme gruppiert. Dazu können je nach vorhandenen Spielern noch Elektronien und Schlagzeug/Percussion hinzutreten.Die Elektronien dienen zur klanglichen Bereicherung des Akkordeonorchesters, indem sie andere Instrumentenklänge imitieren.

Die Sitzanordnung der einzelnen Stimmen im Orchester kann so oder ähnlich aussehen:

Akkordeon IV

Baßorgeln

Elektronien

Schlagzeug

Akkordeon III

Akkordeon I

Akkordeon II

Dirigent(in)

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Fotos

Zur größeren Darstellung bitte die Vorschaubilder anklicken !

Piano-Akkordeon

Knopf-Akkordeon

Elektronium

Bass

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