Vorstellung
Harald Freiburg

Die Mitglieder des Akkordeon-Orchesters 1980 Dinslaken/Oberhausen trauern um ihren Chefdirigenten Harald Freiburg. Er verstarb im Alter von 64 Jahren. Auf eigenen Wunsch fand seine Beerdigung in aller Stille statt. Trotz langer Krankheit kam die Todesnachricht für die Akkordeonspieler überraschend.

Bereits während seines Studiums am Konservatorium in Trossingen wurde Harald Freiburg nicht nur in Deutschland, sondern auch in Westeuropa als einer der besten Akkordeonspieler seiner Zeit bekannt Auf sehr vielen Wettbewerben wurde er Sieger oder platzierte sich auf einem der vorderen Ränge. Später studierte Harald Freiburg noch Pädagogik. Als Schulleiter wurde er vor rund drei Jahren pensioniert.
Seine ganze Liebe galt jedoch. dem Akkordeon. Hier pflegte und förderte er die klassische und anspruchsvolle unterhaltende Akkordeon-Musik. Er bildete eine Vielzahl von jungen Spielern zu hervorragenden Akkordeonisten aus. Auch Bundessieger waren unter seinen Schülern. Viele entschlossen sich, auch Musik, und hier das Fach Akkordeon zu studieren.
Häufig wurde Freiburg vom Deutschen Akkordeon-Verband gebeten, auf musikalischen Wettbewerben als Mitglied in der Jury sein Fachwissen und Können einzusetzen. Vor allem war Harald Freiburg jedoch Orchester-Dirigent, und das leidenschaftlich gerne. So dirigierte er das Akkordeon-Orchester 1953 Sterkrade, bevor er im Februar 1980 das Akkordeon-Orchester 1980-Dinslaken/Oberhausen gründete, das er bis zu seinem Tod als Chefdirigent leitete. Er formte und forderte seine Orchester auf seine Art: sehr persönlich und sehr kameradschaftlich. Er überzeugte dadurch, dass er den Spielern nicht seinen Willen aufzwang. Seine Führung war, dass er seine Auffassung vortrug und bis zu einer gemeinsam getragenen Entscheidung diskutierte.

Seine Akkordeon-Spieler und alle, die ihn kannten, betrauern nicht nur seinen Tod, sondern werden ihn auch sehr vermissen. Die Akkordeon-Szene im Raum Dinslaken/Oberhausen, im Raum NRW, auch in Deutschland ist ärmer geworden. Seine Akkordeon-Spieler haben versprochen, seine Musik und besonders sein geliebtes Orchester weiterhin zu pflegen und die Arbeit fortzusetzen.

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